„na gugge doch!“ moege man sagen, „ich gugge doch“ moege ich erwiedern. „es wird ja auch zeit!“ pöbeln die goetter vom olymp herunter. endlich fußball. manchester, theater of dreams, der ort an dem kindheitsträume wahr werden – beckhams, rooneys, ronaldos, die gesamte götterwelt speist das unendliche universum mit ihrem zauber, menschen spülen sich ins kolosseum, die gladiatoren nesteln ein letzes mal an ihren leibchen und…
naja, manchestercity hat eben nur fünf pfund gekostet, was denn, was denn?! die haben immerhin robinho-jajaja-den teuersten spieler der premier league-jajaja-also ruhig sein! das genie hat zudem einen großartigen tag – legt doch gleich mal drei eier( äh,dos gibs doch nisch, eine ganone, där junge is ä dalend, drei gisten, der is sohne, ober so risch uffm goffe obn droff-ä loobenreina haeddrigg)
die stimmung der 44 000 hat allerdings eher familiencharakter. ich dachte es geht um ehre, leidenschaft, tod und blutgraetsche, doch als das erste mal gesungen wird, muss ich in der ferne erkennen, dass es sich um die antreiber der feinde handelt. dafür erlerne ich die absurde praxis bei ballannahme robinho und nähe gegenerische hälfte kollektiv aufzustehen und dem messias gebannt zuzuschauen, wie er entweder mit ball heroisch ins herz der finsternis reitet - oder einen lapidaren pass spielt. es hat etwas groteskes, ist allerdings bei einsetzendem regen gut für die körpertemperatur( sp sp spiel die pille zu robinho, los mann!). das spiel endet 3:0 für die guten und nach spielschluss laufe ich nach hause und bin erstaunt wie friedlich das alles abgelaufen ist. keinen einzigen hool habe ich gesehen, vorm stadion ist alles freundschaftlich ruhig und im stadion begleiten einen grinsende ordner notfalls bis zur sitzreihe. was los? im land der gladiatorenkämpfe ist die zivilisation angekommen, zumindest an diesem tag.
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